Geschafft: Stöckli-Team bezwingt die Transalp auf dem 5. Schlussrang
25.07.10
Konny Looser und Thomas Zahnd kämpfen sich durch die Etappen. Lesen Sie hier aus dem Tagebuch von Routinier Thomas Zahnd.
8. und letzte Etappe Madonna di Campiglio-Riva del Garda
Wir haben es geschafft! Die letzte Transalpetappe nach Riva bot noch einmal ein paar tolle Trails und war spannend bis zum letzten Meter.
Konny und ich wollten unbedingt noch einmal angreifen, es galt ja nur noch einmal auf die Zähne zu beissen... Wir erwischten einen guten Start und "versteckten" uns so gut wie möglich in der Spitzengruppe. 14 Kilometer vor dem Ziel sahen wir die Chance zum Effort, zusammen mit dem Team Full Dynamics preschten wir über die letzte Welle und konnten uns entscheidend vom Rest der Spitzengruppe absetzten.
Als zweites Team bogen wir in die Abfahrt, doch wir konnten de Bertolis und Felderer nicht ganz folgen. plötzlich fluchte Konny durch den Wald: Platten... Wir pumpten nach und ich fand bald bei Marco Lang's Freundin Tamara ein Ersatzrad. So gelang es uns dennoch knapp den zweiten Rang ins Trockene zu fahren.
Wir waren überglücklich über unsere Transalp. 2 Mal auf dem Podest und ein sehr guter fünfter Gesamtrang. Besten Dank an alle die uns diese Woche unterstützt haben, allen voran unsere drei Betreuer, mein Vater, Urs und Stefan! Danke danke!!
7. Etappe Male- Madonna di Campiglio
Die zweitletzte Transalp-Etappe war kurz und knackig. Auf den 47km gab es 2321 Höhenmeter zu bewältigen. Konny zeigte von Beginn weg, dass er einen guten Tag erwischt hatte. Ich versuchte so gut wie es ging sein Rad zu halten.
Auf Rang fünf liegend erreichten wir den Skiort Madonna di Campiglio. Irgendwie war es plötzlich sehr chaotisch. Als ich dann Thomy Stoll am Boden liegen sah, betreut von seinem Teamkollegen Lukas Buchli, verging mir die Freude.
Wie es zu diesem Unfall kam weiss ich bis jetzt noch nicht. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist wie es aussah. Thomy und dem ganzen Bixs-Team wünsche ich alles Gute!
6. Etappe Ponte di Legno - Malé
Die 6. Etappe führte von Ponte di Legno nach Male im Val di Sole. Die Trails welche wir heute befuhren waren 1A. Leider konnte ich sie nicht mehr 100% geniessen. Nach sechs harten Renntagen sind meine Arme und Hände langsam aber sicher am Anschlag.
Gerade in diesen ruppigen Abfahrten bemerke ich, dass ich die letzte Zeit nur auf dem Rennvelo trainieren konnte. Doch fertig mit Jammern, es hat dennoch Spass gemacht.
Ganz früh im Rennen hatte Konny einen platten Hinterreifen. Doch wenige hundert Meter später erreichten wir die Tech-Zone und konnten sofort ein Ersatzrad von unser Crew fassen. Konny fuhr innert Kürze zurück in die Spitzengruppe, ich nahm mir ein wenig mehr Zeit.
Den langen Anstieg fuhren wir dann gemeinsam mit dem Bixs Team Stoll/Buchli. Auf knapp 2400 m.ü.M angekommen ging es dann mit den Traum-Trails so richtig los. Doch wir hatten beide nicht den super "flow" und so war es recht anstrengend...
Die letzte Rennstunde war dann sehr schnell, die Strecke beinhaltete viele Radweg- und Kiesstrassenkilometer. Wir erreichten das heisse Male auf dem sechsten Rang und meine Arme freuten sich auf eine Massage.
Auch im Gesamtklassement liegen wir auf Rang sechs, welchen wir wohl auch halten können. 2 Days to go!
5. Etappe Livigno-Ponte di Legno
Leider täuscht das Resultat über unsere tolle Leistung. Wir hatte sehr früh im Rennen je einen Platten. Mich erwischte es bei einer Bachdurchfahrt, wo ich den Vorderreifen aufschlitzte. Konnys Reifen explodierte nur ca. 15 min später an einem scharfen Stein. Der Riss war so gross, dass wir am nächsten Verpflegungs-Posten ein neues Rad brauchten.
Als wir dort nach vorsichtiger Fahrt ankamen, trauten wir unseren Augen nicht: Es waren nur noch die Flaschen dort, welche uns Claudia und Andreas überreichten. Mein Vater war schon unterwegs zum nächsten Posten. Zum Glück hatte Andrea uns ein Ersatzrad von Damian und Ramon.
Die Disc passte nicht genau auf den Bremssattel von Konny, so mussten wir noch einmal stoppen und dies auch noch irgendwie richten. Ab nun konnten wir wieder "normal" weiterfahren.
Ab dem langen und steilen Aufstieg zum Passo di Foppa (Mortirolo) setzten wir unser Moto "Füre fahre" voll und ganz um. Wir waren mit einem super Rhythmus unterwegs und arbeiteten uns noch bis auf den siebten Rang vor. Es macht mir als erfahrener Etappenrennfahrer unheimlich Spass mit Rookie Konny unterwegs zu sein. Wie er heute gefightet hat war "sackstark"!
"Füre fahre Konny" :-)
4. Etappe Transalp Scuol-Livigno
Auf den spuren des Nationalpark Marathon ging es Heute Dienstag nach Livigno. Unser gestriges Abschneiden motivierte uns für neue tolle Taten, auch das wir die Strecke kannten gab uns eine gewisse Sicherheit. Über einen langen Streckenabschnitt waren wir eine sehr grosse Gruppe. Es machte den Anschein, dass alle das super Wetter und die wunderbare Streckenführung ein wenig mehr geniessen wollten.
Nach Fuldera ging aber des Rennen dann doch noch richtig zur Sache, es gelang uns leider nicht wie gewollt zu agieren, so fuhren wir einen zügigen Rhythmus um Platz sechs/sieben. So erreichten wir auch das Ziel. Wir hatten viel Glück, Konny hatte am Vorderrad kaum mehr Luft...