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ISCHGL IRON BIKE


08.08.11

 

Urs Huber Zweiter!

Urs Huber in Führung (Bild: www.ischgl.com)

Hinter dem Österreicher Alban Lakate kann sich Transalp-Sieger Urs Huber den zweiten Platz am Ironbike-Marathon in Ischgl sichern. Pech für Lukas Buchli!





Urs Huber ging mit besonderer Motivation an den Start des Ischgl Ironbike-Marathons, da dies einer der wenigen Wettkämpfe ist, die der Stöckli-Fahrer noch nie für sich entscheiden konnte. Er fühlte sich in den letzten Tagen vor dem Parfoce-Ritt zwar gut. Aber er wusste nicht genau, wie sich die zwei rennfreien Wochen nach dem Transalp-Sieg auswirken würden.

Der Start mit der ersten Schlaufe Richtung Galtür und wieder zurück nach Ischgl verlief wie jedes Jahr. Alle hielten sich aus Respekt vor den verbleibenden Steigungen mit insgesamt 3820 Höhenmetern verteilt auf nur 79 Kilometer zurück. Entsprechend war nach 30 Kilometern noch immer eine ziemlich grosse Gruppe zusammen. Doch schon nach wenigen Metern in der ersten nahraften Steigung, bei der es 1600 Höhenmeter am Stück zu überwinden galt, trennte sich die Spreu vom Weizen. Zuerst als Quartett, dann nur noch als Trio mit den beiden Schweizer Favoriten Lukas Buchli und Urs Huber sowie mit dem letztjährigen Weltmeister Alban Lakata aus Österreich wurde dem Kulminationspunkt entgegenpedaliert. Huber fühlte sich blendend und vermochte sich sogar leicht abzusetzen. «Nur nicht übermütig werden», riet er sich selber und nahm wieder Tempo weg. Zu dritt kam man so auf der Greitspitze auf 2853 Metern an.

Dreikampf Huber, Buchli, Lakata

Auf der langen Abfahrt Richtung Samnaun vermochte sich Buchli leicht abzusetzen, während Huber und Lakata Sicherheit walten liessen. Huber war überzeugt, dass er Buchli wieder stellen kann. Am Fusse der Steigung von Samnaun auf den Palinkopf, abermals auf 2800 Meter Höhe, hatte der Joner tatsächlich die Hälfte seines Rückstandes wieder wett gemacht. Lakata konnte nicht mehr folgen. Huber fühlte sich nun aber längst nicht mehr so gut wie im ersten Anstieg und musste einen Gang kleiner schalten. Lakata vermochte wieder aufzuschliessen, derweil Huber seinen Rhythmus beibehielt. Insgeheim hatte er sich bereits damit abgefunden, nur Dritter zu werden, denn Buchli und Lakata beeindruckten mit starkem Auftritt.

In einer Gegensteigung der Schlussabfahrt tauchte dann aber plötzlich Buchli wieder vor Huber auf - buchstäblich auf der Felge. So hatte Huber leichtes Spiel mit seinem Bünder Landsmann, der vor einer Woche souverän den M3-Marathon im Montafon gewonnen hatte. Lakata konnte Huber aber nicht mehr einholen. Der Österreicher, im Vorjahr noch Dritter, sicherte sich mit 2:22 Minuten Vorsprung den Triumph.  «Trotzdem bin ich mit meinem Rennen zufrieden. Mehr als der zweite Rang lag heute einfach nicht drin», gab sich Huber im Ziel versöhnlich. Für Buchli sollte es noch schlimmer kommen. Der langen Abfahrt auf der Felge folgten wenig später Speichenbrüche und schliesslich der Kollaps des gesamten Hinterrades. Zu Fuss konnte Buchli den dritten Platz nicht mehr verteidigen und fand sich als enttäuschter Vierter im Ziel wieder. Am kommenden Sonntag geht das Duell Huber-Buchli an der Eiger Bike Challenge in die nächste Runde. In Grindelwald steht es  2:1 für Huber.


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