Kevin Biehl wird Zweiter beim Radmarathon in Wangen
05.07.10
Stöckli-Athlet Kevin Biehl hat am diesjährigen Radmarathon seine offene Rechnung mit dem speziellen Langstreckenrennen beglichen.
720 Strecken- und 6000 Höhenmeter gilt es am Radmarathon in Wangen a.A. zu bewältigen. Vorjahres-Pechvogel Kevin Biehl (musste nach 600km wegen Kniebeschwerden aufgeben) wollte in diesem Jahr die Strecke mit Glanzresultat bezwingen.
Lesen Sie hier seinen Rennbericht:
"Wie bereits im Vorfeld erwähnt, hatte ich mit dem Radmarathon noch eine Rechnung offen, weil ich im vergangenen Jahr aufgeben musste. Also bin ich top motiviert, dies nicht zuletzt durch den Erfolg vom Glocknerman und der immer noch guten Form seither, an den Start gegangen. Am Freitag um 11.36 Uhr startete ich bei glühender Hitze den Radmarathon in Wangen a.A. Die Strecke wird in 2 verschiedenen Schlaufen (ost/süd) gefahren. Die Südstrecke, welche viermal befahren werden musste, führte von Wangen a.A. über Affoltern nach Habstetten wieder zurück nach Wangen a.A. (100km, 770Höhenmeter). Die Südschlaufe lag mir besser als die Ostschlaufe, da diese nur 3 längere Anstiege hatte und die restlichen Kilometer eher flach waren. Die Ostschlaufe (musste 3 mal gefahren werden) führte über Kestenholz, Staffelbach, Bettenhausen wieder zurück nach Wangen a.A. (109km, 180 Höhenmeter). Diese Schlaufe war von kleinen Anstiegen und Abfahrten geprägt, was mir nicht so lag.
Die Hitze hat sehr viele Fahrer dazu bewogen, aufzugeben. In meiner Kategorie haben von 33 Teilnehmern 18 das Rennen frühzeitig beendet. In der Nacht von Freitag auf Samstag konnte gar die ganze Zeit mit kurzen Hosen gefahren werden. Nur zwischen 3 Uhr und 7 Uhr morgens konnte ein leichter Temperaturunterschied bemerkt werden. Da aber der Körper den ganzen Tag aufgeheizt wurde, war die Kühlung eher bescheiden. Bei solchen Verhältnissen ist es extrem wichtig die richtige Mischung von kühlen Getränken und ausgewogener Nahrung zu sich zu nehmen, auch wenn der Hunger bei diesen Temperaturen meist nicht vorhanden ist. Hierbei zählt die mentale Stärke als Erfolgsfaktor noch mehr.
Ich konnte dank der richtigen Ernährung, der von meinem Team gekühlten Getränke (auch wenn diese nach einer 1/4h am Velo schon warm waren) und nicht zuletzt meiner mentalen Stärke den Radmarathon mit einem Durchschnitt von 29 km/h durchfahren. Dies ergab im Ziel den zweiten Platz. Auf der Strecke hat mich mein Team immer über Einträge in Facebook sowie über SMS-Mitteilungen auf dem Laufenden gehalten, was sehr motivierend war. Auch hat es mir gezeigt, dass viele Freunde, Bekannte und auch Sponsoren Interesse an meiner Tätigkeit zeigen. Auf der letzten Runde überraschte mich Frank Zeugin, (Sponsor Z.E.C. AG, Murten) während der Fahrt mit seinem Besuch. Auch meine Partnerin ist extra angereist um die letzte Runde mitfahren zu können. Und im Ziel erwarteten mich einige Bekannte, Freunde und Arbeitskollegen. Herzlichen Dank an alle für eure Unterstützung!"