Seit über 30 Jahren arbeitet Ruedi Arnet schon bei Stöckli. Als aktiver Sportler trat er in jungen Jahren eine Stelle als Verkäufer bei Stöckli in Wolhusen an. Aufgrund seines grossen Fachwissens und Talentes ist er heute Entwicklungsleiter ("Daniel Düsentrieb") der Ski-Produktion. Sein Tatendrang nach neuen Innovationen ist spürbar...
Als Highlight präsentiert Stöckli für 2007/08 die stark strukturierte und sogar holografische 4D-Polyamid-Oberfläche. Diese einzigartige Wabenstruktur gibt dem Ski eine total neue Dimension. Die Oberfläche lässt tief blicken und besticht durch das Zusammenspiel von Farbwahl und Design. Der Ski wirkt ultrasportlich und dynamisch. Weiter präsentieren wir eine exklusive Edition Linie. Das Kurvenfahren mit minimalem Kraftaufwand und eine aussergewöhnliche Laufruhe sind die herausragenden Merkmale. Die optimale Torsion (Querverdrehung des Skis) garantiert eine hohe Performance. Letztendlich resultiert ein perfekter Mix aus Leichtigkeit, Komfort und Sportlichkeit. Dazu haben wir im Tourenbereich die Polymaid-Insert-Titanal-Technology weiterentwickelt. Einzigartige Stabilität, hohe Performance und optimales Gewicht sind das Resultat. Im Freestyle-Bereich können wir mit einem transparenten Belag (Mais, Tomaten) aufwarten, der viele Blicke auf sich ziehen wird.
Besonders stolz sind wir natürlich auf die hervorragenden Resultate beim wichtigsten Skitest in Europa. Alle getesteten Skis erhielten die Höchstbewertung (fünf Sterne) und zwei wurden sogar mit dem Prädikat "VIP" ausgezeichnet.
Am liebsten bin ich mit einem Ski aus der Edition Linie unterwegs. Die Skis bieten einen hohen Komfort, ohne an Sportlichkeit zu verlieren.
Der Skifahrer steht im Zentrum. Mittlerweile bieten wir über 30 verschiedene Modelle an. Jeder Ski wird individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Emotionen spielen eine sehr wichtige Rolle. Ziel von Weiterentwicklungen bzw. Innovationen ist, dem Skifahrer ein einmaliges Fahrgefühl zu bieten. Daher werden zuerst die Taillierungen in den einzelnen Produktebereichen aufgrund von Analysen und Trends errechnet und bestimmt. Dann geht es sofort auf den Schnee, um mit verschiedenen Testpersonen die optimale Härteverteilung (Flex) zu definieren. Parallel werden Designvorschläge im Team besprochen. Hier werden unter anderem auch Modetrends miteinbezogen. Anschliessend gehen die Modelle in die interne "Vernehmlassung". Schlussendlich wird die neue Skikollektion an der alljährlichen, internationalen Wintersportmesse (ISPO) in München präsentiert. Importeure aus der ganzen Welt nutzen diese Gelegenheit, um dadurch bereits Ende Januar / Anfangs Februar die Produkte der kommenden Saison kennenzulernen.
Ja genau. Wie in der vorherigen Frage erklärt, findet die Wintersportmesse schon während der aktuellen Saison statt. Zu diesem Zeitpunkt fällt der eigentliche Startschuss für den nächsten Winter. Gleich nach der ISPO beginnt für uns die Arbeit für die nächste Kollektion.
Die Schwierigkeit besteht darin, die Trends von morgen, vorwiegend auch im Designbereich, bereits heute möglichst genau zu erkennen und in nützlicher Frist umzusetzen. Oftmals ist es wichtig, den richtigen Kompromiss zwischen verrückten Ideen und Machbarem bzw. Sinnvollem zu finden. Ich habe einige Prototypen hier, die sehr interessante und exklusive Features aufweisen, die für die Serienproduktion jedoch ungeeignet sind.
Zahlreiche Skitage mit viel Schnee, schönem Wetter und perfekt präparierten Pisten.
In der Saison 1994/95 wurden wir in den Swiss Ski-Pool aufgenommen. Urs Kälin und Marcel Sulliger waren die ersten Athleten auf Stöckli Ski. Urs Kälin fuhr in seinem ersten Rennen (Riesenslalom) gleich auf den sensationellen vierten Rang. Die Emotionen gehen heute noch hoch, wenn ich an dieses Rennen zurückdenke...
Ruedi, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen dir, dass dein Wunsch nach zahlreichen Skitagen mit viel Schnee und Sonnenschein in Erfüllung geht!
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